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FRANZ BRENTANO: ON THE ESTABLISHMENT OF THE VALUE RATIO OF PRESENTATIONS
Abstract
This paper analyses Brentano’s aesthetical approach to two questions concerning value. The first, whether all presentations essentially have a positive intrinsic value. Thesecond, if there is a kind of relation between two presentations that assigns higher value to one of them. The results Brentano came to are that, first, there are certain conditions inquality judgement of presentations for them to have intrinsic value. Second, Brentano introduces six main types of relations, explaining why he attributes higher presentation value to some rather than others.
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“Es gibt zwei Klassen von Freuden: höhere, a1s richtig charakterisierte und niedere, instinktive Freuden. Jene sind offenbar mit der Realisierung anderer Güter verknüpft. Aber aud:i diese sind es in weitem Ausmaß; sie fügen sich ein in die zwedcmäßigen Ordnungen der Natur. Wo dies nicht der Fall ist, kehren sie sich auf die Dauer gegen sichselbst. Ein Beispiel dafür wäre die Blasiertheit des Genußmenschen.” (Brentano, Grundzüge der Ästhetik, 1988, s. 142, my transl.)
“Jedes Vorstellen ist aber, an und für sich betrachtet, ein Gut und als solches erkennbar, weil sich eine als richtig charakterisierte Gemütstätigkeit darauf richtenkann.” (Brentano, Grundzüge der Ästhetik, 1988, s. 144, my transl.).
“Die häßlich genannte Vorstellung wäre nicht eigentlichi ein übel, sondern nur etwas, das wegen der Enge des Bewußtseins der Vorstellung des Schöneren hinderlichist und uns darum mißfällt.” (Brentano, Grundzüge der Ästhetik, 1988, s. 147, my transl.).
“Es ist Tatsache, daß das Angenehme im Momente des Erlangens ganz besonders Lust gewährt, namentlich wenn Unangenehmes vorherging. Mit der Zeit nutzt sich das Gefühl sozusagen ab. Daher ist in der Kunst ein Wechsel von unangenehmen und angenehmen Momenten am Platz.” (Brentano, Grundzüge der Ästhetik, 1988, s. 149, my transl.).
“Schön pflegen wir nur Vorstellungen von so erheblichem Werte zu nennen, daß sie ein besonders hohes Maß von Woh1gefallen rechtfertigen. Es genügt aber nicht, dass sie ein hohes Wohlgefallen veerdienen, sie müssen, um schön zu sein, uns in solcher Weise dargeboten werden, daß dieses Wohlgefallen auch tatsächlich erweckt wird.” (Brentano, Grundzüge der Ästhetik, 1988, s. 152–153, my transl.).
Cp. Brentano, Grundzüge der Ästhetik, 1988, s. 153–168, my translation.
“In Wahrheit besteht der Unterschied darin, daß bei der Musik - und ähnlich bei Architektur und Tanzkunst - ein Lösen und verändertes Verbinden, eine freie Umwürfelung der Elemente bis ins einzelne erfolgt, während dies bei den anderen Künsten nicht ebensoweit geht. Hier ist der Spielraum für eine neue Verbindung der Elemente beschränkt, so müssen z. B. Augen und Ohren und andere Körperteile an ihrem von zahllosen Anschauungen her bekannten Platz dargestellt werden.” (Brentano, Grundzüge der Ästhetik, 1988, s. 157, my transl.).
“Wenn aber Künste miteinander in Verbindung treten, so greifen immer psychische Faktoren, Assoziationen, ein; es kann dies in der mannigfachsten Weise der Fall sein.” (Brentano, Grundzüge der Ästhetik, 1988, s. 158, my transl.).
“Der Dichter muß die Bilder, die er bringt, selbst recht lebendig vor sich haben, um sie lebendig zu wecken.” (Brentano, Grundzüge der Ästhetik, 1988, s. 169, my transl.).
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